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Ihr Ansprechpartner

Inge Grieser

Tel: (0 631) 800 93 172
i.grieser[at]kv-kls.drk[dot]de

Augustastr. 16-24
67655 Kaiserslautern

Altkleidercontainer/ Altkleidersammlung

Sammelstellen
Altkleider Drive-In

Ihre Kleiderspende kommt an

Rund um das Thema Altkleidersammlung gab es bisher viele Fragen. Unser Ziel ist, Spender und Öffentlichkeit bestmöglich über den Sinn der Sammlung und die Verwendung der Spenden zu informieren.

1. Warum sammelt das DRK überhaupt Altkleider?

Wir betreiben die Altkleidersammlung aus zwei Gründen. Einerseits erhalten wir dadurch genug gut erhaltene Kleidung, um jährlich damit 1,2 Millionen benachteiligte Menschen bundesweit versorgen zu können. Andererseits generieren wir durch den Verkauf der Überschüsse bundesweit jährlich ca. 13,5 Milionen Euro freie Mittel für soziale Projekte, die wir in ehrenamtliche Projekte, beispielsweise im Katastrophenschutz, im Jugendrotkreuz oder in der Flüchtlings- und Altenhilfe investieren konnten. Diese Einnahmen sind eine wichtige Quelle zur Finanzierung unserer Arbeit.

2. Wie läuft die Sammlung konkret ab?

Das DRK hat bundesweit rund 25.000 Altkleidercontainer, es gibt Straßensammlungen, viele Menschen geben ihre gebrauchten Kleider aber auch in unsere rund 700 Kleiderkammern und Kleiderläden - oder in den Geschäftsstellen unserer über 500 Kreisverbände und rund 5.000 Ortsvereine ab.

Danach gibt es zwei unterschiedliche Verwertungsmodelle. Beim "Kleiderkammermodell" wird die Kleidung vom DRK sortiert - und die geeigneten Stücke in unsere Kleiderkammern und Kleiderläden - DRK Store weitergegeben.

Beim "Verwertermodell" wird der Inhalt des Containers komplett an ein Unternehmen verkauft. Die Textilien werden dann nach unterschiedlichen Qualitäten sortiert. Rund 10 Prozent sind Abfall, rund 35 Prozent sind nicht mehr als Kleidung zu tragen - und werden zu Dämmstoffen oder Putzlappen verarbeitet. Rund 55 Prozent sind als Kleidung noch tragbar - und werden von den Firmen als Secondhandware in unterschiedliche Länder exportiert und dort verkauft. Die Erlöse, die das Rote Kreuz damit erzielt, fließen in unsere satzungsgemäßen Aufgaben.

3. In welche Länder exportieren die Verwertungsunternehmen?

Das DRK arbeitet bundesweit mit über 20 Verwertungsunternehmen zusammen. Die größeren davon sind EFIBA mit Sitz in Bassum, FWS in Bremen und Hotex Textilrecycling in Liebenscheid. Die meisten Verwertungsunternehmen exportieren nach Afrika, nach West- und Osteuropa, in den Nahen Osten und nach Asien. Der größte Verwertungspartner des DRK exportiert derzeit (Stand: Oktober 2012) rund 40 Prozent der Kleidung nach Afrika, jeweils rund 10 Prozent nach Osteuropa und Asien, es folgen - mit niedrigem Prozentanteil - Westeuropa, Naher Osten und Amerika. Diese Anteile sind von Verwerter zu Verwerter unterschiedlich.

Foto: Andre Zelck/ DRK

4. Welcher Anteil an Kleidung kommt direkt Bedürftigen zugute?

Das DRK sammelt jährlich 90.000 bis 100.000 Tonnen Altkleider. Davon ist nur rund die Hälfte noch tragbare Kleidung, der Rest eignet sich nur noch als Rohstoff. 4.000 bis 5.000 Tonnen Kleidung geben wir direkt an bedürftige Menschen weiter. Bezogen auf die noch tragbare Kleidung sind das also rund 10 Prozent. Der Rest wird verkauft. Wichtig: Diese Zahlen bilden den Bundesdurchschnitt ab. Von Kreisverband zu Kreisverband gibt es beispielsweise bei den Verwertungsquoten teils erhebliche Abweichungen. Über die regionalen Zahlen informiert der jeweils zuständige Kreisverband.

In Deutschland versorgen wir jährlich rund 1,2 Millionen Menschen mit gut erhaltener Kleidung, Decken und Schuhen über unsere Kleiderkammern und Kleiderläden. In den Wintermonaten gibt es zusätzliche mobile Dienste, wie die DRK-Kältebusse. Sie bieten neben medizinischer Hilfe und heißen Getränken auch warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke an.

Bei akuten Notlagen, wie Überschwemmungen oder Hauseinstürzen, kann der DRK-Katastrophenschutz Kleidung und Haustextilien für betroffene Familien zur Verfügung stellen. Beispielsweise wurden 2007 die Betroffenen des Hochwassers im Raum Forchheim und Bamberg mit Kleidung aus Rotkreuz-Kleiderläden versorgt.

Auch Flüchtlingslager und Notunterkünfte für Flüchtlinge werden bei Bedarf mit Altkleidern aus den Beständen des DRK ausgestattet.

5. Zunehmende Zahl illegal aufgestellter Container.

Immer mehr Container werden illegal aufgestellt. Wir appellieren daher an Kleiderspender, nur an bekannte und seriöse Organisationen zu spenden, die sich mit Namen und Adresse zu erkennen geben und dort auch erreichbar sind. Und wir appellieren an die Kommunen, dem Wildwuchs Einhalt zu gebieten.

6. Zunehmende Konkurrenz durch Kommunen

Durch die bereits abnehmenden Sammlungsmengen spüren wir deutlich die zunehmende Konkurrenz durch die Kommunen. Natürlich betrachten wir diese Entwicklung mit Sorge, denn wenn unsere Einnahmen zurückgehen, müssen wir auch bei unseren sozialen Projekten sparen.

Bei den Kommunen ist auch die Frage: Was machen sie mit den Altkleidern? Wir können sicherstellen, dass ein Großteil der von uns gesammelten Kleidung nicht in der Müllverbrennung landet, sondern als Secondhandware ein zweites Leben bekommt. Und darüber hinaus können wir mit den Verkaufserlösen soziale Projekte finanzieren. Wohin das Geld und die Altkleider bei den Kommunen gehen, darüber kann nur spekuliert werden.